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 Geschichte

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BeitragThema: Geschichte   So Jan 23, 2011 11:32 am

Wahrheit. Geschichte. Märchen. Mythos. Legende.
Island.

Damals, am 27. Oktober 1696, kamen viele Leute zum Richtfest in dem kleinen Fischerdorf Vogar. Denn es war etwas Besonderes. Eine riesige Villa mit der modernsten Architektur wurde am Rande des Dorfes gebaut. Die reiche Familie Monevera aus der Hauptstadt Islands Reykjavik hatte diese Villa in Auftrag gegeben. Aus diesem Grund wurde das Gebäude auch von diesem Tag an Villa Monevera genannt.

Die Familie vererbte ihr Anwesen in den nächsten Jahren an die folgenden Generationen. Jedoch hatte Mitte des 18. Jahrhunderts ein Erbe keine Kinder. Einsam verstarb er in seinem Schlafzimmer. Viele vermuteten, dass er an Altersschwäche gestorben war. Böse Zungen behaupteten aber, dass Geister dahinter steckten. Abergläubische Leute hielten sich folglich fern von der Villa. So stand sie viele Jahre leer.

Am Anfang des 19. Jahrhunderts fand sich ein älteres sehr kunstbegeistertes Ehepaar, dass sich für dieses Gebäude interessierte. Die große Gartenanlage mit den Springbrunnen und Teichen, die verwinkelten Flure mit den vielen Zimmern und auch die Außenfassade mit der breiten Treppe, die zur großen verzierten Eingangstür führte, tat es dem Ehepaar sehr an. Ebenso der große Balkon, der über der Eingangstür gebaut wurde, der von vier dicken Säulen gestützt wird und die riesigen Fenster, die die Räume und Flure mit dem Licht der Sonne fluteten.

Das Ehepaar brachte bei ihrem Einzug in die Villa viele berühmte aber auch viele eher wenig oder gar nicht bekannte Bilder, Skulpturen und Plastiken mit. Jeder einzelne Raum wurde gesäubert und liebevoll mit einzelnen Werken verschönert.
Auch die große Gartenanlage wurde von den Dienern und Gärtnern neu bepflanzt und die vielen Springbrunnen wurden wieder in Betrieb gesetzt. Kurz gesagt: Die Villa wurde einmal komplett renoviert und auch restauriert.

Viele Menschen begannen sich wieder für die Villa zu interessieren, da die Geistergeschichten nun nichts mehr als eine Legende waren. Trotzdem gab es noch einige Menschen, die immer noch daran glaubten, dass es dort Geister gibt. Sie alle waren der Meinung, dass diese Geister sich an den Leuten rächen würden, die nicht an ihre Anwesenheit glaubten.
Das alte Ehepaar starb. Sie gaben ihre ganze Einrichtung an den nächsten Käufer weiter. Daraufhin gab es einen regelrechten Kaufansturm, denn die Bilder und anderen Werke waren sehr wertvoll. Auch die Villa an sich war schon viele viele Jahre alt, was ihr auch eine hohen Kaufpreis einbrachte.
Man nahm an, dass sich kein Käufer mehr finden würde, da die Villa für eine riesige Summe verkauft werden musste. Jedoch wollten anscheinend sehr sehr viele Leute in dieser besonderen Villa leben und waren auch bereit diesen enormen Geldbetrag dafür zu zahlen.
Zwei Familien zogen dann Mitte des 19. Jahrhunderts dort ein, die sich nicht kannten, aber ohne Zwischenfälle einfach nebeneinander lebten.
Die Leute, die an die Geister glaubten, fühlten sich dann an diesem einem Tag in ihrer Theorie bestätigt, dass die Geister der Villa Monevera sich rächen würden: Die jüngste Tochter der einen Familie war spurlos verschwunden. Die Familie beschuldigte ihre Mitbewohner ihre Tochter entführt zu haben, was aber nicht stimmte. Niemand wusste wo das Mädchen war.
Eine Woche später wurde sie dann tot im Gartenteich aufgefunden. Ihre Verwandten trauerten lange um sie und begannen die andere Familie dafür zu hassen, dass sie ihre Tochter angeblich ermordet hatten. Sie fanden keine andere Erklärung für ihren Tod und machten deshalb ihre Mitbewohner zum Sündenbock.

Nach und nach verschwanden immer häufiger Familienmitglieder beider Familien. Einige fand man später irgendwo im Anwesen tot auf, die Meisten wurden aber nie wieder gesehen.
Den Familien begegneten die Toten und Verschwundenen in ihren Träumen und sie sahen die Geister ihrer Familienmitglieder um sich herum. Einige wurden verrückt oder hielten es nicht mehr aus und begingen Selbstmord.

Anfang des 20. Jahrhundert verstarb dann der Letzte, der von diesen beiden Familien übrig geblieben war.
"Wir haben euch gewarnt. Die Geister der Villa Monevera haben sich gerächt.", waren die Worte der Leute, die an den Spuk im Anwesen geglaubt hatten.

Nie wieder hatte sich jemand für die alte Villa interessiert. Denn jeder wusste von der Tragödie, die sich dort zugetragen hatte. Aus Wahrheit wurde Geschichte. Aus Geschichte wurde Märchen. Aus Märchen wurde Mythos. Aus Mythos wurde Legende. Man fing sogar an sich noch zusätzliche Gerüchte über das alte Gebäude auszudenken und zu verbreiten.
Über ein ganzes Jahrhundert stand die Villa nun leer. Zerfallen und eigentlich schon längst baufällig. Aber niemand traut sich auch nur in die Nähe des Anwesens um es abzureißen.


Die Villa Monevera. Voller Geheimnisse. In einem Land, das für Mythen und Legenden bekannt ist - Island.
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