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 There's a hell. Believe me, I've seen it.

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Riaan
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BeitragThema: There's a hell. Believe me, I've seen it.   Do Feb 10, 2011 11:44 am

"At the beginning of every story, there is a tragedy."


"Ich war acht Jahre alt. Jaana gerade mal zwei, als sich das alles ereignete. Ich weiß nicht, wann ich danach das erste Mal gefragt habe, denn verstanden habe ich es sowieso damals nicht wirklich. Ich fragt mich nur, warum so viele Eltern Erwachsene, Eltern an ihrer Seite haben und wir hier sind. Ich konnte mich doch noch genau an die beiden Menschen erinnern, bei denen wir aufgewachsen waren. Naja, bis zu diesem einen Tag. Ich wusste bis dahin nicht, was mit ihnen passiert war. Ich wusste es nicht. Naja, und Jaana würde sich an das alles wahrscheinlich später sowieso nicht erinnern. Sie war einfach zu jung. Und ich habe keine Bilder, um ihr unsere Eltern zu zeigen.
Auf jeden Fall hatte ich nachgefragt, im Waisenhaus. Ich hatte alles verdrängt. Ich wusste in dem Moment noch nicht mal mehr, wie es war, als sie uns geholt haben. Naja, mal abgesehen von den Gefühlen, die ich dabei empfand. Der Mann erklärte mir das ganze so:
"Eure Eltern waren unterwegs auf einer Geschäftsreise für den Tag. Für euch hatten sie schnell einen Babysitter besorgt. Sie wollten aber schon am Abend wieder kommen." Für uns war das nichts neues, Mama und Papa waren öfters mal weg. Deswegen machten wir uns auch keine Sorgen oder ähnliches. Jaana weinte beim Abschied, wie eigentlich immer. Aber sie war ja auch noch klein. "Und dann ereignete sich das Unglück. Deinen Eltern kam ein Geisterfahrer entgegen. Dein Vater konnte ihm ausweichen, doch er verlor die Kontrolle über das Auto und sie fuhren gegen einen Baum. Sie waren beide auf der Stelle tot, jedenfalls war das das, was der Arzt feststellte." Ich erinnerte mich. Der Babysitter ging an diesem Abend, ohne das Mama und Papa wieder kamen. Sie ließ uns alleine. Alle ließen uns alleine. Wir waren zwei tagelang auf uns gestellt. Ich versucht so gut wie möglich auf meine Schwester aufzupassen, aber ich war doch erst acht Jahre alt, was konnte ich schon wirklich tun? Und wir warteten die zwei Tage ununterbrochen darauf, dass Mama und Papa wieder kamen. Doch sie kamen nicht, sie kamen einfach nicht. Wir verstanden das beide nicht, sie hatten doch versprochen wieder zu kommen. Und dann nach zwei Tagen klingelte es. Wir waren so glücklich. So froh, dachten, wir wären endlich nicht mehr alleine. Doch da standen irgendwelche anderen Erwachsenen, die wir noch nie gesehen hatten. Sie sagten, wir müssten mit ihnen kommen, unsere Mama und unser Papa würden nie wieder hier her kommen. Sie nahmen uns bei der Hand und nahmen uns mit. Ich sah zurück zum Haus. Jaana weigerte sich. Sie wollte nicht mit. Ich auch nicht, ich ließ mich auch mehr hinter ihnen herschleifen, als dass ich mitgegangen bin. Ich wollte nicht weg von hier. Ohne eine Erinnerung. Ich wollte nicht weg. Ich wusste, Mama und Papa würden irgendwann wieder kommen. Ich wollte warten. Sie konnten mich, uns nicht einfach von hier wegschleifen. Sie hatten uns gar nichts zu sagen, sie waren nicht Mama und Papa. Sie waren irgendwelche Menschen, die ich nicht kennen wollte. Sie waren die, die uns aus unserem Leben gerissen hatten. Doch mein Leben würde ich mir irgendwann zurückholen, beschloss ich an diesem Tag."



They can't separate us. THEY CAN'T! - Oh, we CAN.


"Und dann haben sie uns irgendwo hin gebracht. In ein riesiges Haus mit so vielen Kindern. Mit so unendlich vielen Kindern, kam es mir vor. Alle hatte ich noch nie gesehen, doch sie schienen sich nicht wirklich für uns zu interessieren. Hatte ich kein Problem mit. Ich brauchte nur Jaana, die einzige, die mir von meiner Familie übrig geblieben war. Den Rest brauchte ich nicht. Wie wir erfahren durften, befanden wir uns in einem Waisenhaus. Wir waren Waisen. Hatten keine Eltern, keine Familie mehr. Aber wir hatten UNS! Doch das ignorierten sie. An niemanden wendeten wir uns. Wir waren immer zu zweit. Ich und meine Schwester. Meine Schwester und ich. Unzertrennlich. Nein, es ging uns dort auch nicht schlecht. Wir bekamen alles, was man zum Leben brauchte. Außer Liebe. Aber die gaben wir uns gegenseitig. Geschwisterliebe eben. Und wir beschlossen irgendwann hier zu verschwinden. Irgendwann. Doch das irgendwann musste noch warten. Denn es kam eine Familie, die Jaana einfach bezaubernd fand. Doch sie wollten nur Jaana. Nicht mich. Die Heimleitung meinte erst, dass sie uns nur zusammen abgeben. Das wollte die Familie nicht. Ich weiß nicht, ob sie sie bestochen haben, oder so. Auf jeden Fall nahmen sie Jaana dann eines Tages mit. Sie konnten das doch nicht wirklich tun. Sie konnten uns nicht trennen! Oh doch, das konnten sie. Sie taten es einfach und ich musste hilflos zusehen. Immer noch nahm ich mit niemandem Kontakt auf. Ich zog mich in mir selbst zurück. Misstraute alles und jedem. Ich brauchte niemanden. Nur meine Schwester und die war nicht da! Ich war davon überzeugt sie niemals wieder zu sehen. Ich hielt es nicht mehr in diesem Gefängnis aus. Ich startete meinen ersten Fluchtversuch. Der scheiterte. Daraufhin wurde ich in ein anderes Waisenhaus gebracht. Sie schoben mich einfach ab! Dort dann ein weiterer Ausbruchsversuch. Wieder erfolglos. Irgendwie musste ich doch meine Freiheit wieder bekommen. Irgendwie! Ich war doch kein Tier, dass man einfach einsperren konnte.
Als ich dann zehn Jahre alt war, kam ein Mädchen, 4 Jahre alt, in das Waisenhaus, in dem ich mich befand. Sie kam mir so bekannt vor. So unglaublich bekannt. Ich musste zwei mal hingucken, um meinen Augen trauen zu können. Das war Jaana! Meine JAANA! Ich konnte es nicht glauben und fiel ihr um den Hals. Sie sah so traurig aus, so unglaublich traurig. Was hatten sie nur mit ihr gemacht? Ich wollte es gar nicht wissen. Ich habe nur erfahren, dass die Eltern nicht mit ihr klargekommen sind. Sie sind nicht an das Mädchen herangekommen. Es war so einsam. Es hat sich nicht in die Familie integriert, also haben sie es einfach wieder abgegeben. Ich sah meiner kleinen Prinzessin in die Augen, ich sah sowohl so viel Freude, dass ich wieder da war, als auch riesige Enttäuschung, dass ich sie damals gehen lassen hatte.
Niemals würde ich sie wieder alleine lassen. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. . ."



We can escape. I'm sure. We'll begin a new life in F R E E D O M


"So fing unser Leben also wieder von vorne an. Wir kapselten uns ab. Lebten miteinander. Waren glücklich. Den Rest vergaßen wir einfach. 4 Jahre lang hielten wir es in diesem Gefängnis aus. 4 ganze Jahre. Ich verstehe gar nicht, wie wir das gemacht haben. Ich verstehe das wirklich nicht. Aber naja. In einer Nacht und Nebelaktion schafften wir es endlich zu entkommen. Wir schafften es dort zu verschwinden. In die Freiheit. Aber schnell zeigten sich andere Probleme. Wir hatten nichts zu essen und ähnliches. Kein Geld. Naja gut, wir haben gebettelt. Ich habe teilweise geklaut, aber das war mir egal. Wir waren frei! Mein größter Wunsch war in Erfüllung gegangen. Wir sind geflüchtet durch Island. Bis wir bei dieser eigenartigen Villa ankamen. Es war, als hätte sie etwas anziehendes auf uns. Nicht lange überlegten wir und wir entschlossen uns dort zu bleiben. Ja, wir würden da bleiben. Wir würden neu anfangen. Wir würden endlich wieder LEBEN können. Ja, wir würden leben.



JAANA & ICH."









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